Textpattern genutzt von Eric Eggert

3 Kommentare

In loser Reihenfolge stellen BloggerInnen auf "Bloggen ist Vielfalt" ihre Blogsysteme vor. Neben der Liste der Blogsysteme soll dies einen persönlicheren und tieferen Eindruck von der Unterschiedlichkeit und den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten geben.

Der nachfolgende Gastbeitrag stammt von Eric Eggert.

Das Textpattern-CMS benutze ich seit 17.03.2004, vorher nutzte ich für eine kurze Zeit Nucleus. Es läuft einfach auf PHP und MySQL, dabei sind neuere Versionen natürlich besser aber keine absolute Pflicht. Einsteiger sollten kein Problem mit dem System haben, die Installation erfolgt dialogorientiert, „klassische“ Templates, wie man sie von Wordpress oder Serendipity kennt, fehlen jedoch. Wer Textpattern einsetzt sollte sein Design besser selbst zusammenstellen können.

Leider verfügt Textpattern nicht wie Vergleichssysteme über ein ausgeklügeltes Redaktionsmanagement, ein solches ist nur sehr rudimentär eingebaut.

Für mich ausschlaggebend ist und war, dass ich ein System brauche, in dem ich jeden HTML-Code-Schnipsel kontrollieren kann. Textpattern nimmt durch ein Templating-System mit „XML-Tags“, ähnlich wie bei Expression Engine, auch das Programmieren in Templates ab. Es ist wie gemacht für Webentwickler. Aber auch im Backend ist die Erweiterbarkeit zu spüren. Add-Ons erweitern den Funktionsumfang und sorgen so für unendliche Möglichkeiten.

Zum System gibt es diverse nützliche englischsprachige Webseiten, z.B. das das offizielle Forum, die Dokumentation und TXP Tips. Im deutschprachigen Raum ist neben dem entsprechenden Bereich im Forum auch das relativ neue TXP informr zu erwähnen.

Ich setze von Zeit zu Zeit verschiedene Systeme ein, hauptsächlich Wordpress, wenn es um Blogs geht. Das ist selten meine Entscheidung, sondern eine Anforderung der Auftraggeber, die dann auch schwer davon abzubringen sind.

Zur Person

Eric Eggert ist freier Webentwickler. Dabei spezialisiert er sich auf sehr gut nutzbare User Interfaces und barrierefreie, standardkonforme Webseiten. Er gibt sich nicht mit dem Status Quo in den Browsern zufrieden sondern erforscht deren Grenzen und reizt ihre Fähigkeiten aus. Er bloggt unter yatil sowie im Snookerblog – Bei seinen Projekten vertraut er auf Textpattern.

Markus Merz | Hamburg St. Georg

> „klassische“ Templates

Es gibt ausreichend Vorlagen zum Einarbeiten. Wenn man mit einer vernünftigen bzw. einfachen 'Vorlage' anfängt, dann kann man diese nach Belieben ausbauen und umformen.

Die Stärke der TXP Präsentationslogik sind neben den fertigen Template tags die Bausteine (forms), die ein einfaches Legoartiges Zusammenstöpseln der Präsentation ermöglichen.

> ausgeklügeltes Redaktionsmanagement

Ja, es gibt keinen ausgeklügelten Redaktions-Workflow.

Es gibt allerdings sieben sehr praxisorientierte, vordefinierte Benutzerrollen. Damit bekommt man auch hier wieder eine Legoartige modulare Logik geliefert, die als Basis für einen flotten ≤

Mein Resümé:

Textpattern ist ein performantes Publishing-CMS mit Stärken bei Text und hinnehmbaren Schwächen bei Multimedia 'out of the box'. CMS Anfänger lassen sich gerne durch die stringente Logik frustrieren, weil die vorbildliche Trennung von Inhalt, Präsentation und Design 1. ein Verständnis dafür und 2. eine selbst gewollte Disziplin erfordert.

05.02.2010 16:16

Markus Merz | Hamburg St. Georg

> die als Basis für einen flotten ≤ (???)
Redaktions-Workflow taugt.

05.02.2010 16:17

Eric Eggert

Danke für die Ergänzungen!

08.02.2010 13:24